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Microsoft und Apple – Übergewichtet in meinem Depot?

Die Frage aus dem Titel läßt sich relativ schnell mit einem einfachen “ja” beantworten. Microsoft und Apple sind als Einzelaktien in meinem Portfolio und machen dort zusammen knapp 12% des Aktien-Depots aus. Dabei habe ich Microsoft im März noch aufgestockt. Dann sind beide Unternehmen noch in drei meiner ETFs vertreten und dabei jeweils die am stärksten gewichteten Positionen:

ETFMicrosoftApple
Lyxor MSCI World UCITS ETF – Dist3,20%3,95%
Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF3,20%3,95%
Xtrackers MSCI World Information Technology UCITS ETF 1C14,66%18,20%

ETFs machen insgesamt ca. 50% meines gesamten Portfolios aus. Die drei oben genannten ETFs machen davon wiederum gut 98% aus. Da steckt also schon eine Menge Microsoft und Apple drin – zusätzlich zu den Einzelaktien.

In diesem Blogbeitrag möchte ich meine Motivation für diese Übergewichtung erläutern. Dabei betrachte ich die beiden Unternehmen aus meinem ganz persönlichen Blickwinkel als Anwender und Software-Entwickler. Es soll hier nicht um knallharte Kennzahlen gehen. Diese sind bei Interesse ja auch relativ schnell zu finden.

Microsoft

Bei Microsoft kommt mir als erstes Microsoft Office in den Sinn. Es ist die Standardsoftware an der im Prinzip kaum ein Weg vorbei führt. Durch das Abo-Modell, welches mit Office365 eingeführt wurde, ist das Produkt meiner Meinung nach die perfekte Lizenz zum Geld drucken. Im Bereich Cloud Computing ist Microsoft mit der Azure Cloud einer der drei großen Anbieter neben Amazon AWS und Google Cloud. Für den Bereich Cloud Computing sehe ich persönlich noch ein riesiges Potential.

Mit Teams mischt Microsoft auch im – aktuell sehr präsenten – Bereich der Team Chat- und Videokonferenz-Tools mit. Als Nutzer von sowohl Teams als auch Slack kann ich nur sagen, daß die Microsoft-Lösung sich ziemlich gut schlägt. Als reine Videokonferenz-Lösung spielt Zoom hier allerdings noch in einer anderen Liga.

An dieser Stelle der kurze Hinweis: Dies ist nur eine Zusammenstellung der Produkte und Dienstleistungen, die mir spontan einfallen. Diese Liste wird sowohl für Apple als auch für Microsoft nicht komplett sein.

Unter der Marke Surface bietet Microsoft auch Laptops und Tablets an und ist mit der XBOX auch im Bereich der Spielkonsolen präsent. Insgesamt ist die Mischung der Services und der angebotenen Hardware in meinen Augen extrem gut. Dazu kommt natürlich noch die – ich möchte fast schon sagen – obligatorische Forschung im Bereich KI und autonomen Fahren, um hier nur zwei zukunftsträchtige Geschäftsfelder zu nennen. Beim autonomen Fahren arbeitet Microsoft mit Volkswagen zusammen. Das sehe ich als jemand der auch bei Volkswagen investiert ist durchaus positiv.

Zum Abschluss noch ein aktuelles Beispiel aus einem weiteren Geschäftszweig: Augmented Reality. Hier hat Microsoft gerade einen Auftrag beim US-Militär für bis zu 22 Milliarden Dollar für entsprechenden Brillen an Land gezogen.

Generell hat Microsoft natürlich – genau wie Apple – genug Geld um immer wieder interessante Unternehmen zu akquirieren. Das kann man aus Wettbewerbssicht schlecht finden, ist aber einfach ein Fakt.

Apple

Bei Apple kommt mir natürlich als erstes das iPhone in den Sinn. Zusammen mit der Apple Watch sicherlich das Zugpferd für Apple im Consumer Bereich. Neben dem Verkauf der Hardware kommt hier noch der App-Store dazu. Hier verdient Apple an jeder verkauften App mit. Auch das nenne ich eine Lizenz zum Geld drucken. Laut diesen Bericht kann Apple dabei alleine im ersten Quartal 2021 einen Umsatz von 21 Milliarden Dollar Umsatz verbuchen. Android Apps verbuchen im selben Zeitraum “nur” 11 Milliarden Dollar Umsatz.

Auch bei den Mac-Computern verdient Apple sehr gut. Hier gibt es diverse Benutzer die nach dem Motto “einmal Apple immer Apple” agieren und auch bereit sind höhere Preise zu zahlen. Zugegebenermaßen gehöre ich auch zu dieser Benutzergruppe. Mac-Computer sind allerdings auch deutlich wertstabiler als vergleichbare Windows-Computer und erzielen auch gebraucht noch respektable Preise. Abseits von “Computer-Nerds” vielleicht noch relativ unbeachtet hat Apple mit dem selbstproduzierten M1-Chip dabei schon den nächsten riesigen Schritt bei den Mac-Computern vollzogen.

Neben der Hardware kommen mit Apple Music und AppleTV+ noch Streaming-Angebote für Musik und Video dazu. Durch den Service Arcade ist Apple mittlerweile auch im Gaming Sektor angekommen. Apple Pay hat sich meiner Meinung nach mittlerweile auch etabliert. Was an den Gerüchten eines Apple Car dran ist sei mal dahingestellt.

Das Thema Künstliche Intelligenz steht auch bei Apple – wie bei allen großen Tech-Unternehmen – oben auf der Agenda. Mit dem Assistenten Siri – und den zugehörigen Homepods – gibt es ja hier auch direkt einen Anwendungsfall im eigenen Haus.

Fazit

Microsoft hat das Dogma des etwas schwerfälligen Dinosauriers längst abgelegt und ist für mich – genau wie Apple – ein innovatives Unternehmen. Sicherlich spielt bei meiner Bewertung auch meine Technikbegeisterung eine Rolle. Aber mit meinen heutigen Informationen bin ich von dem Geschäftsmodell beider Unternehmen absolut überzeugt.

Ein kleiner Pluspunkt bei beiden Unternehmen ist für mich auch die Ausschüttung einer Dividende. Die Dividendenrendite ist dabei sehr gering, aber immerhin vorhanden. Die Entscheidung für oder gegen die Investition in ein Unternehmen muß wie immer jeder für sich treffen. In diesem Beitrag wollte ich mal ein paar meiner Gedanken teilen. Das diese sich dabei eher abseits von harten Kennzahlen und Chart-Analysen bewegen liegt auch – und da bin ich ganz offen – an meinem mangelnden Fachwissen an der Stelle.

Rückblickend klingt der ganze Beitrag fast schon ein wenig nach einer Werbeveranstaltung. Für mich das beste Zeichen, daß meine Investitions-Strategie an dieser Stelle für mich zu 100% passt.


Haftungsausschluss: Bei AktienTraum handelt es sich um eine rein private Seite zu Unterhaltungszwecken. Dies ist in keiner Form eine Anlageberatung und die behandelten Themen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien oder anderen Wertpapieren da.

3 Gedanken zu „Microsoft und Apple – Übergewichtet in meinem Depot?“

    1. Als privater Nutzer mag ich Apple auch lieber. Als Investment bin ich schon froh, daß ich mich nicht für eines der beiden Unternehmen entscheiden muß. Weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Investieren.
      Viele Grüße
      – Thomas

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